MyHammer-Erfahrungen aus Betriebssicht

Bei MyHammer kaufen Sie Kundenanfragen, bevor Sie wissen, ob ein Auftrag daraus wird. Ob sich das für Ihren Betrieb lohnt, zeigt erst Ihre eigene Rechnung.

Von Christian Grollmann, Geschäftsführer der Addictive Audio GmbH. Veröffentlicht am 11. August 2026. Stand August 2026.

Was ein Auftrag kostet

Mit welcher Zahl vergleichen Sie MyHammer fair?

Am Monatsende steht auf der Rechnung von MyHammer eine Summe: der Beitrag für Ihre Mitgliedschaft, dazu jede Kundenanfrage, für die Sie bezahlt haben. Wie viele Aufträge daraus geworden sind, steht dort nicht. Für einen fairen Vergleich brauchen Sie deshalb eine andere Zahl, nämlich die Kosten für einen gewonnenen Auftrag. Die Euro-Beträge auf dieser Seite kommen von Vergleichsportalen, Stand Anfang 2026, die Prozentwerte aus einer Bitkom-Befragung von Anfang 2025.

Diese Zahl steht in keinem fremden Erfahrungsbericht, sondern nur in Ihren eigenen Büchern. Gute und schlechte Berichte geben Ihnen trotzdem Hinweise, worauf Sie beim Rechnen achten sollten. Legen Sie sich dafür eine einfache Liste an, in die Sie jede bezahlte Anfrage und jeden Auftrag eintragen, der daraus geworden ist.

Wie funktioniert MyHammer für Handwerker Schritt für Schritt?

MyHammer ist ein Portal, das Kundenanfragen sammelt und sie an Handwerksbetriebe weitergibt. Ein Kunde schreibt dort auf, was er machen lassen will, und Sie sehen diese Anfrage in Ihrem Konto. Gegen eine Gebühr schalten Sie seine Kontaktdaten frei. Erst danach rufen Sie an und schreiben Ihr Angebot, so wie sonst auch.

Freischalten heißt, dass Sie Name, Anschrift und Telefonnummer des Kunden bekommen und ihn anrufen dürfen. Bezahlt haben Sie damit das Gespräch, nicht den Auftrag. Ort, Umfang, Termin und Preis müssen erst zusammenpassen, und der Kunde vergleicht Sie meist mit anderen Betrieben. Halten Sie deshalb bei jedem freigeschalteten Kontakt in einem Wort fest, was gepasst hat und was nicht.

Welche MyHammer-Erfahrungen von Handwerkern sind aussagekräftig?

Zwei Berichte über MyHammer widersprechen sich, der eine lobt, der andere warnt. Aussagekräftig wird ein Bericht erst mit sechs Angaben: Gewerk, Region, Zeitraum, die Kosten, die Zahl der gekauften Kontakte und die der gewonnenen Aufträge. Fehlt eine davon, lässt er sich auf Ihren Betrieb nicht übertragen.

Kein Bericht klingt wie der andere. Manche erzählen von schnellen Aufträgen, andere von Anfragen, die nicht ins Gebiet passen, und von Kosten ohne Zuschlag. Ohne Zuschlag heißt, der Kontakt war bezahlt und der Auftrag ging an einen anderen Betrieb. Beides kann stimmen, denn Gewerk, Region, Auslastung und die Wahl der Kontakte sind überall anders.

Was ein fremder Bericht für Ihren Betrieb bedeutet, sagt er nicht. Suchen Sie deshalb gezielt nach Berichten aus Ihrem Gewerk und Ihrer Region, und lesen Sie dort zuerst die Zahlen und erst danach das Urteil.

Was die Suchergebnisse zu MyHammer zeigen
  • Viele Beiträge, die bei Google zu MyHammer weit oben stehen, sind alt, einzelne stammen aus den Jahren 2010 bis 2012. Preise und Abläufe können sich seit 2012 geändert haben.
  • Ein großer Teil der Bewertungen stammt von Kunden, nicht von Betrieben. Ein Kunde bewertet Preis und Ausführung, Sie dagegen rechnen aus, was ein Kontakt gekostet hat.

Welche Gebühren verlangt MyHammer von einem Handwerksbetrieb?

Auf Ihren Betrieb kommen je nach Angebot zwei Gebühren zu: ein Beitrag, den Sie jeden Monat zahlen, und eine Kontaktgebühr. Die Kontaktgebühr fällt jedes Mal an, wenn Sie die Daten eines Kunden freischalten, und sie kommt nicht zurück, wenn der Auftrag ausbleibt.

Wie hoch die beiden Posten ausfallen, hängt an Ihrem Gewerk und an dem Paket, das MyHammer Ihnen anbietet. Vergleichsportale nennen rund 60 bis 149 Euro im Monat und rund 8 bis 70 Euro je Kontakt. (Vergleichsportale, Stand Anfang 2026.) Die Bedingungen dazu stehen in den Geschäftsbedingungen von MyHammer (öffnet in neuem Tab), Stand Februar 2026. Die genaue Höhe für Ihren Betrieb steht in Ihrem eigenen Angebot, holen Sie es sich vor der Zusage.

Was kostet ein gewonnener Auftrag über MyHammer am Ende?

Sie kaufen in einem Monat mehrere Kontakte, und nur bei einem davon bekommen Sie den Zuschlag. Die Gebühren für die anderen sind trotzdem bezahlt. Ein gewonnener Auftrag muss deshalb auch die Kosten der Kontakte ohne Auftrag wieder einbringen.

Zählen Sie für einen festen Zeitraum drei Posten zusammen: die Beiträge, die Gebühren je Kontakt und Ihre Zeit. Ihre Zeit rechnen Sie mit dem Stundensatz, den Sie auch einem Kunden berechnen würden. Teilen Sie die Summe danach durch die Zahl der gewonnenen Aufträge. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem, was Ihnen ein Auftrag nach Material und Lohn übrig lässt.

Für welche Betriebe passt MyHammer und für welche nicht?

Im Frühjahr ist der Kalender voll, im Herbst stehen plötzlich zwei Wochen leer. Genau dann kann MyHammer passen, wenn jemand im Betrieb die Anfragen schnell prüft und noch am selben Tag antwortet. Bleibt für das Telefon niemand übrig, kosten die Kontakte Geld und bringen nichts.

Weniger gut passt MyHammer, wenn viele Anfragen aus dem falschen Gebiet kommen oder der Umfang nicht zu Ihnen passt. Beides sehen Sie erst, nachdem Sie den Kontakt bezahlt haben. Prüfen Sie deshalb nach zwei Monaten, wie viele der gekauften Kontakte überhaupt in Ihr Gebiet fielen.

Wann rechnet sich ein gekaufter Kontakt für Ihren Betrieb?

Drei Anzeichen sprechen dafür.

  • Sie haben Termine frei und wollen sie schnell füllen.
  • Ihre Aufträge sind klein. Jemand bei Ihnen antwortet noch am selben Tag.
  • Ein normaler Auftrag bringt Ihnen nach Material und Lohn mehr Geld ein, als ein paar Kontakte kosten.
Wann sich ein gekaufter Kontakt seltener rechnet
  • Ein volles Auftragsbuch spricht gegen den Kauf neuer Kontakte. Jeder gekaufte Kontakt kostet Zeit, und ein voller Betrieb hat diese Zeit nicht frei.
  • Bei großen Projekten vergehen vom ersten Gespräch bis zum Auftrag oft Wochen. Am Ende eines langen Vorlaufs steht oft ein Angebot ohne Zuschlag.
  • Ihr Betrieb bekommt schon Anfragen über Empfehlungen und die eigene Website? Dann braucht er gekaufte Kontakte seltener.

Ein Nachbar gibt Ihren Namen weiter, und der neue Kunde sucht Sie danach im Netz. 83 Prozent der Befragten suchen einen Betrieb über persönliche Empfehlungen (Bitkom (öffnet in neuem Tab), Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren, Anfang 2025). Für 40 Prozent derselben Befragten entscheidet die Website mit, ob ein Betrieb in der Auswahl bleibt. Die Empfehlung bleibt der wichtigste Weg zum Auftrag, sehen Sie deshalb einmal selbst nach, was ein Kunde nach einer Empfehlung über Ihren Betrieb findet.

Wie kommen Anfragen ohne ein Portal zu Ihrem Betrieb?

Ohne Portal kommt eine Anfrage über fünf Wege zu Ihnen: Empfehlungen, die eigene Website, Anzeigen, Partnerschaften und Kunden, die Sie schon haben. Für keinen dieser Wege zahlen Sie eine Gebühr je Kontakt. Dafür dauert es länger, bis die ersten Anfragen kommen.

Von diesen fünf Wegen können wir einen für Sie übernehmen, nämlich die eigene Website. Damit sie Anfragen bringt, muss sie auffindbar sein. Auffindbar heißt, dass jemand Ihre Leistung und seinen Ort in das Suchfeld schreibt und Ihren Betrieb findet, ohne Ihren Firmennamen zu kennen.

Wir messen dafür, wonach Ihre Kunden suchen, und machen Ihren Betrieb auf bis zu 20 Seiten genau dafür auffindbar, bei Google und in KI-Antworten. Diese Arbeit steckt im Paket Ausbau, und nach der förmlichen Abnahme gehört die Website Ihrem Betrieb. (Marktbeobachtung, Stand August 2026.)

Ob sich der Aufbau nebenher lohnt, sagt Ihnen keine allgemeine Regel. Schreiben Sie deshalb drei Monate lang mit, welcher Auftrag über MyHammer kam und welcher direkt. Danach sehen Sie an Ihren eigenen Zahlen, welcher Weg mehr passende Aufträge bringt.

FAQ

Häufige Fragen zu MyHammer-Erfahrungen

Diese Antworten gelten allgemein, für Ihren Betrieb zählen seine eigenen Zahlen. Drei Fragen kommen vor jeder Entscheidung: die Gebühr ohne Auftrag, der Nutzen für einen kleinen Betrieb und der eigene Weg neben dem Portal.

Fällt eine Gebühr auch ohne Auftrag an?

Ja, eine Gebühr fällt auch ohne Auftrag an. Sie bezahlen einen Kontakt in dem Moment, in dem Sie ihn freischalten, und den Monatsbeitrag ohnehin. Ob der Kunde Ihnen den Auftrag gibt, ändert daran nichts. Was für Ihren Betrieb genau gilt, steht in den Bedingungen, die MyHammer Ihnen anzeigt.

Lohnt sich MyHammer für einen kleinen Betrieb?

Für einen kleinen Betrieb lohnt sich MyHammer, wenn die gewonnenen Aufträge alle Gebühren und Ihre eigene Zeit wieder einbringen. Rechnen Sie das über drei Monate durch, ein einzelner Monat sagt zu wenig. Passen die Aufträge dazu noch zu Gewerk und Gebiet, ist die Antwort ja.

Können Portal und Website parallel genutzt werden?

Ihr Betrieb kann MyHammer und die eigene Website gleichzeitig nutzen. Erfassen Sie Kosten und Aufträge für beide Wege getrennt. Nach einigen Monaten sehen Sie, welcher Weg die passenden Aufträge bringt und was er Sie gekostet hat.

Finden Kunden Ihren Betrieb auch ohne MyHammer?

Unser Website-Check kostet Sie nichts. Wir prüfen Google, Ihre Website und die KI-Antworten und sagen Ihnen, was ein Kunde dort über Ihren Betrieb findet.