Handwerker-Website erstellen: der passende Weg
Drei Wege führen zu einer eigenen Handwerker-Website: selbst bauen, mieten oder komplett beauftragen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit am Ende in Ihrem Betrieb liegen bleibt.
Von Christian Grollmann, Geschäftsführer der Addictive Audio GmbH. Veröffentlicht am 11. August 2026. Stand August 2026.
Was sollten Sie vor dem ersten Angebot klären?
Klären Sie vor dem ersten Angebot, was Ihre Website leisten soll. Soll sie bekannte Kunden überzeugen oder auch Menschen erreichen, die Ihren Betrieb noch nicht kennen? Ein niedriger Startpreis sagt darüber nichts, denn Texte, Design und Technik bleiben sonst an Ihrem Betrieb hängen. Schreiben Sie Ihre Antwort in einem Satz auf, bevor Sie Angebote vergleichen.
Was soll eine Handwerker-Website für Ihren Betrieb leisten?
Eine Handwerker-Website soll Ihre Leistungen klar erklären, Vertrauen schaffen und Kunden den Kontakt leicht machen.
Ein Anruf kommt oft über eine Empfehlung, und dann kennt der Kunde Ihren Namen bereits. Für viele Betriebe kommt ein zweites Ziel hinzu: Die Website soll auch Menschen erreichen, die Ihren Betrieb noch nicht kennen. Die Suchenden kennen nur die benötigte Leistung und schreiben genau die in das Suchfeld. Eine schöne Startseite reicht dafür nicht, denn gesucht wird nach einzelnen Leistungen und Orten.
Die Tabelle darunter stellt fünf Wege nebeneinander. Ein Baukasten ist eine Software, mit der Sie Ihre Seite selbst aus fertigen Vorlagen zusammensetzen. Bei einer Miete baut ein Anbieter die Seite, und Sie zahlen dafür jeden Monat. Ein Freelancer arbeitet allein und eine Agentur mit einem ganzen Team; beim Festpreis-Paket steht die Summe schon vor dem Start fest.
| Weg | Kosten | Zeit im Betrieb | Was entsteht | Pflege danach | Passt zu |
|---|---|---|---|---|---|
| Festpreis-Paket bei uns | 3.500 Euro oder 5.900 Euro zzgl. MwSt. | ein Gesprächstermin von 1 bis 2 Stunden | fertige Seite mit allen Texten, geschrieben auf die Begriffe, nach denen Kunden suchen | optional, 250 oder 450 Euro im Monat zzgl. MwSt. | Betriebe ohne Zeit für ein Website-Projekt |
| Selbst mit einem Baukasten | ab 79 Euro einmalig plus rund 30 Euro im Monat | hoch, Struktur und Texte entstehen im Betrieb | eine Seite im Rahmen der gewählten Vorlage, Aufbau und Gestaltung folgen deren Vorgaben | bleibt im Betrieb | kleine Betriebe, die von Empfehlungen leben |
| Website mieten | 75 bis 175 Euro im Monat, oft 36 Monate Mindestlaufzeit | gering, gebaut und betreut wird beim Anbieter | eine fertige Seite für die Laufzeit; ob sie Ihnen danach bleibt, steht im Vertrag | im Mietpreis enthalten | Betriebe, die keine Einmalsumme aufwenden wollen |
| Freelancer oder kleiner Anbieter | rund 1.300 bis 2.500 Euro als Startbetrag, der Endbetrag steht nach dem Gespräch fest | mittel, die Texte kommen häufig aus dem Betrieb | individuelle Seite, Umfang je nach Angebot | je nach Vereinbarung | Betriebe, die Inhalte liefern können |
| Agentur | am Markt ab 9.999 Euro als Startbetrag, weitere Leistungen zusätzlich | Abstimmungen und Termine über Wochen | Website plus Marke, eigene Fotos, eigene Funktionen | meist als eigener Vertrag | Betriebe mit Marken-, Shop- oder Softwarebedarf |
Diese Beträge stammen von den Seiten der Anbieter, Stand 11.08.2026. Alle Beträge im Einzelnen stehen im Beitrag Was eine Website kostet.
Was Ihre eigenen Stunden wert sind, steht in keiner dieser Zeilen, und diese Rechnung kann Ihnen niemand abnehmen. Streichen Sie deshalb zuerst die Wege, für die in Ihrem Betrieb niemand Zeit hat.
Wann reicht ein Baukasten für Ihren Betrieb?
Ein Baukasten reicht, wenn Ihr Betrieb die Zeit für Aufbau, Texte, Bilder, Design, Technik und Pflege selbst aufbringt. Er reicht auch dann, wenn Sie bei Google und in KI-Antworten nicht gefunden werden müssen. Fehlt diese Zeit, passt ein anderer Weg besser.
In der Tabelle sieht der Baukasten nach dem günstigsten Weg aus, und beim Tarif stimmt das auch. Die Software liefert dafür Vorlagen und Funktionen, die Arbeit am Inhalt bleibt bei Ihnen. Zum Tarif kommt also Ihre eigene Zeit und die Facharbeit, die in diesen Stunden liegen bleibt. Zählen Sie einmal durch, wie viele Abende im Monat dafür wirklich frei sind.
Die Arbeit beginnt sofort nach dem Kauf. Die Vorlage ist in einer halben Stunde ausgesucht. Dann blinkt der Cursor in einem leeren Feld. Darüber steht „Über uns“.
- Ihr Aufbau. Welche Seiten soll es geben? Und was gehört auf welche Seite?
- Ihre Texte. Jede Leistung braucht einen eigenen Text. Er muss die Wörter treffen, die Ihre Kunden bei Google eingeben.
- Ihre Bilder. Am besten echte Fotos von Ihrer Arbeit. Gekaufte Bilder erkennt jeder.
- Die Pflege Ihrer Seite. Preise und Zeiten ändern sich. Neue Leistungen und offene Stellen kommen dazu. Beides gehört auf Ihre Seite.
Setzen Sie für diese vier Aufgaben feste Termine in Ihren Kalender, bevor Sie den ersten Tarif buchen.
Was bleibt bei einer gemieteten Website zu prüfen?
Bei einer gemieteten Website zählen sechs Punkte: die Laufzeit, der gesamte Preis, die enthaltene Leistung, was Sie ändern dürfen, der Zugang zu den Daten und das Eigentum. Gemietet heißt: Sie zahlen jeden Monat, und der Vertrag regelt die Rechte an der Seite.
Ein Mietvertrag läuft oft 36 Monate, und der Beitrag wird in dieser Zeit 36-mal fällig. Aus einem kleinen Betrag im Monat wird über die Laufzeit also eine große Summe. Rechnen Sie den Monatsbeitrag deshalb einmal auf die volle Laufzeit hoch, bevor Sie ihn mit einem Festpreis vergleichen.
Am Ende des Vertrags stellt sich die zweite Frage: Was wird aus Website, Texten, Daten und Domain? Die Domain ist Ihre Internetadresse, über die Kunden Sie im Netz finden. Lassen Sie sich vor der Unterschrift schriftlich geben, wem davon nach der Laufzeit was gehört.
Klären Sie außerdem, was im Monatsbeitrag steckt und was Sie selbst ändern dürfen. Manche Verträge decken nur Technik und Speicherplatz, bei anderen gehören Texte und Bilder dazu. Fragen Sie deshalb konkret, wer den Text ändert, wenn Sie am Montag einen neuen Preis auf die Seite setzen wollen, und wie lange das dauert.
Wann lohnt es sich, die Website komplett zu beauftragen?
Die Website komplett zu beauftragen lohnt sich, wenn Ihr Betrieb nur sein Fachwissen einbringen will. Texte, Design, Technik und die Führung des Projekts geben Sie dabei ab.
Abends bleibt oft keine freie Stunde für die eigene Website. Dann erklären Sie uns Ihren Betrieb in einem Fachgespräch, den ganzen Rest übernehmen wir. Die Texte kommen von uns, und ein studierter Journalist verantwortet sie. Design und Technik entstehen passend zu Ihrem Betrieb.
Nach der förmlichen Abnahme gehört die Website Ihnen, also sobald Sie die fertige Seite freigeben. Sie möchten zusätzlich neue Kunden über Google und KI erreichen? Dafür bauen wir unser Website-Paket Ausbau. Sagen Sie im Erstgespräch, welche Leistungen und welche Orte für Sie zählen, dann steht der Umfang fest.
Woran erkennen Sie ein vollständiges Website-Angebot?
Ein vollständiges Angebot lässt keine Frage offen. Es nennt das Ziel, die Seiten, die Texte, das Design, die Technik, Ihre Mitarbeit, die Termine, die Abnahme, das Eigentum und die laufenden Kosten.
Auf dem Tisch liegt ein Angebot mit dem Wort „Suchmaschinenoptimierung“, darunter steht ein Preis. Das Wort allein sagt wenig und verrät nicht, was jemand dafür wirklich tut. Fragen Sie deshalb nach drei Dingen: nach Suchdaten, nach eigenen Seiten für Ihre Leistungen und nach Messungen. Suchdaten sind Zahlen dazu, wie oft Menschen einen Begriff bei Google suchen.
Eine garantierte Position bei Google ist kein seriöses Versprechen, und für eine feste Nennung durch ChatGPT gilt das auch. Seriös ist ein klares Ziel, dazu ein Weg, den Sie nachvollziehen können, und Ergebnisse, die sich messen lassen.
- Ein Preis vor dem Auftrag. Entweder ein Festpreis oder ein Angebot, das jede Leistung einzeln nennt.
- Eine klare Antwort zu Ihren Texten. Wer schreibt sie? Wie viele Runden gibt es? Und was kostet ein Nachtrag?
- Eigentum und Zugänge. Klären Sie vor dem Auftrag, auf wen Domain und Inhalte laufen und wann Sie die Zugänge bekommen. Selbstverständlich ist beides nicht.
- Bei uns kommen die Antworten von selbst. Wir beantworten diese Fragen, ohne dass Sie danach fragen müssen.
Gehen Sie diese Punkte im Erstgespräch der Reihe nach durch und notieren Sie, wo ein Anbieter ausweicht.
Vier weitere Punkte für das Erstgespräch
- Klären Sie, wie lange der Vertrag läuft. Im Vertrag stehen die Laufzeit und die Frist für die Kündigung. Dazu stehen dort die Rechte an Website, Texten und Bildern nach dem Ende des Vertrags.
- Fragen Sie, wie der Anbieter den Datenschutz umsetzt. Der Anbieter erklärt, welche fremden Dienste die Website lädt. Er erklärt auch, was deshalb in die Datenschutzerklärung gehört.
- Fragen Sie, wie die Website auf dem Smartphone aussieht. Ein guter Anbieter erklärt Ihnen seine Prüfung. Er prüft Lesbarkeit, Bedienung und Ladezeit auf einem kleinen Bildschirm.
- Klären Sie, wer Ihr Ansprechpartner ist. Auf der Website des Anbieters stehen Name und Nummer Ihres Ansprechpartners. Das volle Impressum steht dort auch.
Welches unserer Website-Pakete passt zu Ihrem Betrieb?
Unser Website-Paket Ausbau kostet 5.900 Euro zzgl. MwSt. und passt, wenn Sie auch bei Google und in KI-Antworten gefunden werden möchten. Unser Website-Paket Fundament kostet 3.500 Euro zzgl. MwSt. und passt, wenn Kunden Ihren Betrieb schon kennen.
Das empfohlene Website-Paket Ausbau. Wir bauen alles aus dem Website-Paket Fundament, dazu bis zu 20 Seiten und eine Karriere-Seite für offene Stellen und Azubis. Vier Fachartikel kommen dazu, von einem Journalisten auf Ihren Betrieb zugeschnitten. So findet Sie auch, wer Ihre Leistung sucht und Ihren Firmennamen nicht kennt.
Den Ausbau empfehlen wir Betrieben, die potenzielle Kunden erreichen möchten, also Menschen, die ihre Leistung benötigen und den Betrieb noch nicht kennen.
Website-Paket Fundament. Wir bauen bis zu acht Seiten mit Technik auf höchstem Niveau, dazu ein Design exklusiv für Ihren Betrieb und fünf Feedbackrunden. Die Texte schneidet ein Journalist auf Ihren Betrieb zu, und darin beantworten wir die Fragen Ihrer Kunden. Ihr Betrieb steht damit überzeugend da, wenn Kunden ihn schon kennen oder empfohlen bekommen haben. Die planvolle Arbeit dafür, dass Ihr Betrieb gefunden wird, gehört nicht dazu.
Ob Ihre Kunden Sie schon kennen, entscheidet über das passende Paket, und diese Frage können nur Sie beantworten. Was hier steht, gilt auch dann, wenn Sie sich für einen anderen Anbieter entscheiden. Notieren Sie vor dem Erstgespräch, woher Ihre letzten zehn Anfragen kamen.
Häufige Fragen, bevor Sie eine Handwerker-Website erstellen
Vier Fragen klären Sie am besten vor dem Start: den Eigenbau, die Zahl der Seiten, die alten Inhalte und das passende Website-Paket.
Lässt sich eine Handwerker-Website selbst erstellen?
Wie viele Seiten braucht eine Handwerker-Website?
Können Inhalte der alten Website übernommen werden?
Welches Paket ist für Google und KI gedacht?
Lassen Sie Ziel und Aufwand einordnen
Das Erstgespräch zeigt, welcher Weg zu Ihrem Betrieb passt und welches Website-Paket zu Leistungen, Region und Ziel.