Personal fehlt im ganzen Handwerk
250.000
So viele Fachkräfte fehlen dem Handwerk in Deutschland laut ZDH, gerechnet über alle Gewerke zusammen.
Quelle. Zentralverband des Deutschen Handwerks (öffnet in neuem Tab), Stand Abruf 11.08.2026
Viele Betriebe suchen monatelang nach einer neuen Kraft. Ihr Betrieb muss deshalb zweimal überzeugen: erst in der Anzeige und danach auf einer Seite, die Ihre Arbeit ehrlich zeigt.
Von Christian Grollmann, Geschäftsführer der Addictive Audio GmbH. Veröffentlicht am 11. August 2026. Stand August 2026.
Bewerber wollen wissen, welche Aufgaben auf sie warten, mit wem sie arbeiten und wohin sie morgens fahren. Eine Anzeige bringt Ihren Betrieb nur ins Blickfeld, entschieden wird danach auf Ihrer Karriere-Seite. Das ist die Seite Ihrer Website, auf der die offenen Stellen, das Team und der Arbeitsalltag stehen. Beantworten Sie die drei Fragen dort, dann fällt der erste Kontakt leicht.
Im Schnitt bleibt eine offene Stelle 224 Tage unbesetzt, gerechnet über alle Handwerksberufe. Ihr Gewerk, Ihre Region und der gesuchte Beruf verschieben diesen Wert im einzelnen Fall.
Gezählt wird ab dem Tag, an dem jemand bei Ihnen hätte anfangen sollen. Für Ihren Betrieb heißt das, die Suche dauert länger als der Auftrag, der gerade wartet.
Ein eigener, fester Weg zur Bewerbung kann sich deshalb lohnen, denn er läuft weiter, wenn eine Anzeige längst abgelaufen ist. Fangen Sie damit an, solange keine Stelle drängt.
Der Mangel trifft dabei nicht nur Ihr Gewerk, gerechnet wird über das ganze Handwerk. Sie werben also um dieselben Leute wie der Betrieb zwei Straßen weiter. Nennen Sie deshalb auf Ihrer Seite einen Grund, der nur bei Ihnen gilt.
Personal fehlt im ganzen Handwerk
250.000
So viele Fachkräfte fehlen dem Handwerk in Deutschland laut ZDH, gerechnet über alle Gewerke zusammen.
Quelle. Zentralverband des Deutschen Handwerks (öffnet in neuem Tab), Stand Abruf 11.08.2026
Fünf Wege führen zu neuen Mitarbeitern: Empfehlungen aus Ihrem Team, Jobbörsen, soziale Netzwerke, Schulen in der Nähe und Ihre Innung. Jobbörsen sind Websites, auf denen Betriebe ihre offenen Stellen einstellen. Diese fünf Wege machen Ihren Betrieb bekannt, Ihre Karriere-Seite macht daraus eine Bewerbung.
Jeder Weg kostet etwas anderes. Die Empfehlung aus dem Team kostet ein Gespräch, die Anzeige in einer Jobbörse kostet Geld, der Draht zur Schule kostet vor allem Zeit. Fangen Sie deshalb bei dem Weg an, der nichts kostet. Fragen Sie Ihr Team, wen es empfehlen kann.
Auf die Karriere-Seite gehören die offenen Stellen, die echten Aufgaben und ein einfacher Weg zur Bewerbung. Sie zeigt außerdem, wer zum Team gehört, wie ein Arbeitstag abläuft und wo Ihre Baustellen liegen. Ein Bewerber soll danach wissen, worauf er sich einlässt.
Ein Bewerber vergleicht abends mehrere Betriebe, meist auf dem Handy. Sätze wie tolles Team stehen dabei auf jeder zweiten Seite und helfen ihm nicht weiter. Eigene Fotos von Team, Werkstatt, Fahrzeug und Baustelle zeigen dagegen, wie es bei Ihnen wirklich aussieht.
Nennen Sie nur, was Ihr Betrieb wirklich bietet.
So findet man sie über den Beruf und über den Ort.
Schreiben Sie, auf welche Baustellen Ihre Leute fahren, welche Fahrzeuge und welches Werkzeug sie nutzen und wie groß eine Kolonne ist. Das bringt mehr als der Obstkorb im Pausenraum.
Zeigen Sie Ihre Werkstatt, Ihre Baustelle und Ihr Fahrzeug. Dann sieht ein Bewerber den Betrieb, bei dem er anfangen würde. Ein Bild aus der Bildagentur zeigt irgendeine Werkstatt.
Nennen Sie auch lange Anfahrten und Montage mit Übernachtung. So weiß ein Bewerber vorher, wie sein Alltag aussieht.
Nennen Sie eine Spanne beim Gehalt oder den geltenden Tarif. So wissen beide Seiten vorher, was sie erwartet.
So kann ein Bewerber einfach kurz anrufen.
Ein kurzes Formular oder ein Anruf senkt den Aufwand für den ersten Kontakt.
Formular, Nummer und Fotos müssen auf dem kleinen Bildschirm lesbar sein. Alles muss sich ohne Zoomen bedienen lassen.
Oben steht das Wichtigste, also die Stelle, der Ort und der Weg zu Ihnen. Darunter folgt, was Ihr Betrieb gern über sich erzählt. Das Wissen dafür haben Sie längst. Die Technik bringen wir mit.
Ihre Karriere-Seite lohnt sich auch ohne offene Stelle. Sie sammelt Bewerbungen auf Vorrat und antwortet den Eltern, die für ihr Kind eine Lehrstelle suchen. Schreiben Sie die Seite deshalb einmal fertig und ergänzen Sie später nur die offenen Stellen.
Jugendliche erreichen Sie über Schulen, Praktika, Messen für die Ausbildung, soziale Netzwerke und eine eigene Seite zur Ausbildung. Am Ende des Ausbildungsjahres 2024/2025 waren im Handwerk noch über 16.000 Lehrstellen frei, gezählt am 30. September 2025. Jugendliche haben also die Wahl, und Ihr Betrieb muss ihnen einen Grund geben.
Ein Jugendlicher weiß meist nicht, was Ihr Beruf den ganzen Tag über bedeutet. Ihre Seite zur Ausbildung erklärt deshalb den Beruf und den Alltag in klaren Worten. Sie nennt den Ansprechpartner und zeigt, wie es nach der Lehre weitergehen kann.
Auch Eltern lesen dort mit und prüfen die Angaben. Schreiben Sie deshalb auf, was ein Azubi in der ersten Woche bei Ihnen wirklich macht.
Ihre Stellenseite, das Formular und die Fotos landen auf einem kleinen Bildschirm, oft in der Pause und mit staubigen Händen. Hakt dort etwas, ist der Bewerber weg.
Ein Praktikum in den Ferien ist der kürzeste Weg zur Lehre. Schreiben Sie auf Ihre Seite, ab wann es möglich ist, wie lange es dauert und an wen die Anfrage geht.
Schreiben Sie den Arbeitstag so auf, wie er beginnt. „Morgens geht es mit dem Kollegen zur ersten Baustelle.“ Das trifft besser als eine Liste mit Anforderungen.
Die Zahl zur Ausbildung steht im Berufsbildungsbericht 2026 von BMBF und BIBB, Stichtag 30.09.2025. Berichtet hat darüber die Deutsche Handwerks Zeitung am 06.05.2026 (öffnet in neuem Tab).
Ein Bewerber sollte für den ersten Kontakt nur ein paar Minuten am Handy brauchen. Ein Anschreiben und eingescannte Zeugnisse verschiebt er sonst auf später, und aus später wird oft nie.
Name, Kontakt, die gewünschte Stelle und eine kurze Nachricht reichen für den Anfang, alles Weitere lässt sich später klären. Der Datenschutz gilt trotzdem. Das Formular muss die Angaben verschlüsselt übertragen, unterwegs darf sie also niemand mitlesen, und im Betrieb sieht sie nur Ihr Ansprechpartner.
Ob sich am Ende jemand meldet, hängt auch am Arbeitsmarkt in Ihrer Region. Machen Sie den Weg zur Bewerbung deshalb so kurz, dass unterwegs niemand abspringt.
Eine eigene Karriere-Seite für offene Stellen und für Azubis bauen wir im Paket Ausbau mit, zum Festpreis von 5.900 Euro zzgl. MwSt.
Zur Website gehören außerdem bis zu 20 Seiten und vier Fachartikel, von einem Journalisten auf Ihren Betrieb zugeschnitten. Texte, Design und Technik liefern wir. Sie prüfen den Stand in fünf Feedbackrunden, also in fünf Durchgängen, in denen Sie den Entwurf ansehen und Änderungen nennen.
Auf Wunsch halten wir Ihre Karriere-Seite danach aktuell, in der Betreuung mit bis zu zehn Stunden im Monat für 450 Euro zzgl. MwSt. Dazu gehören Änderungen an Ihren Inhalten und ein Fachartikel im Monat.
Dazu kommt die laufende Arbeit an Ihrer Auffindbarkeit. Gemeint ist damit, dass Kunden und Bewerber Ihren Betrieb bei Google und in KI-Antworten finden, ohne seinen Namen zu kennen. Der Vertrag läuft zwölf Monate. Zählen Sie vorher zusammen, welche Stellen und welche Lehrstellen Sie in diesen zwölf Monaten besetzen wollen.
Die Website gehört Ihnen, auch wenn Sie nicht weiter von uns betreut werden möchten.
Drei Fragen stellen Betriebe immer wieder, und es geht dabei um kleine Betriebe, um das Gehalt und um die Jobbörsen.
Der Rat auf dieser Seite gilt für jeden Handwerksbetrieb. Wie es bei Ihnen aussieht, sehen wir uns im Website-Check an, und der kostet Sie nichts. Er zeigt, was Bewerber heute über Ihren Betrieb finden, und dabei prüfen wir offene Stellen, Team, Ort und Kontakt.